• Susanne Wehr

Vegan für einen Monat


Bereits vor zwei Jahren habe ich einen Monat vegan gelebt und immer noch teile ich diese Erfahrung, bei Gesprächen zum Thema Ernährung. Da die Relevanz nicht abflacht und meine Learnings auch weiterhin aktuell sind, möchte ich diese auch hier mit euch teilen. Insgesamt habe ich 5 Punkte aus der Zeit für mich mitgenommen:


1. Neue Vielfalt entdecken

Wenn man an veganes Essen denkt, denken die meisten zuerst an Dinge die man nicht essen kann: Döner, einen Sonntagsbraten, Käse, Latte Macchiato, Kuchen... Glücklicherweise gibt es heute viele Alternativen um das gewohnte Essen einfach zu ersetzen. Aber auch die klassische Vegane Ernährung ist sehr vielfältig und bunt. Von Salaten, Rohkost, Pasta, Ofen und Pfannengerichte zu Indisch und Thai. Eigentlich sind keine Grenzen gesetzt und wer noch in einer Stadt wie Berlin, Frankfurt oder Hamburg lebt wird das ein oder andere vegane Restaurant schnell finden. Beispielsweise habe ich auch gelernt, dass die Pasta von Vapiano ohne Ei und damit perfekt in die vegane Ernährung passt.


2. „Vegan“ Label erleichtern den Alltag

Vor meinen veganen Monat empfand ich die „vegan“ Label an Menükarten und im Supermarkt immer sehr werblich. Man weiß doch was vegan ist und was nicht! Handel es sich somit nicht um eine Auslobung von Selbstverständlichkeiten?

Doch als ich tatsächlich vegane Lebensmittel suchte empfand ich die Auslobung als extrem hilfreich. Es ist einfach super, wenn man sich im Restaurant nicht extra nachfragen oder um Sonderwünsche bitten muss. Vegane Labels machen das Leben tatsächlich leichter.


3. Vegan nicht immer gleich gesund

Es muss klar festgehalten werden, dass „vegan“ nicht gleich „gesund“ bedeutet. Viele vegane Ersatzprodukte sind hoch industriell verarbeitet und enthalten viele künstliche Zusatzstoffe und Industriezucker. Um auch gesund zu essen sollte unbedingt der Schwerpunkt auf frisches Gemüse und Obst im Mittelpunkt stehen.


4. Einfaches „Nein“ sagen

Wie reagieren Kollegen, wenn man den mitgebrachten Kuchen nicht essen möchte? Wenn man grade auf Diät ist oder auf Zucker verzichtet, bekommt man viele Überredungsversuche à la „ach das eine Stück“ zu hören. Als ich sagte, dass ich es wegen der Milch und dem Ei nichts essen möchte, bekam ich viel mehr Verständnis und weniger Druck doch ein Stück zu essen.


5. Rechtfertigungen von Freunden

In meinem veganen Monat haben auch viele meiner Freunde und Bekannte angefangen über ihren Fleischkonsum zu sprechen. Mir wurde stets versichert, man esse nur sehr selten Fleisch, oder achtet stark auf die Qualität. Normalerweise ernähre ich mich vegetarisch. Daran haben sich die meisten also gewöhnt, aber der weitere Schritt in den Veganismus löste scheinbar etwas in meinen Mitmenschen aus.

Eine mögliche Erklärung: Personen fühlen sich bloßgestellt Tiere für den Genuss zu halten und zu essen. Dass andere Menschen die Willenskraft haben diese Ausbeutung zu umgehen, führt zu einem inneren Ungleichgewicht, welches man mit der Rechtfertigung versucht grade zu rücken.

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