• Susanne Wehr

Meine Teilnahme an der Küchenschlacht – ein Blick hinter die Kulissen

Im Mai habe ich als Kandidatin bei der ZFD Kochshow „Küchenschlacht“ teilgenommen und möchte die Chance nutzen Euch einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen zu geben.

Um fair zu sein, ich bin weder eine große Köchin noch begeistere ich die Mengen mit meinen Gerichten. Aber was ich koche ist frisch, gesund und nahrhaft. Das Ziel meiner Teilnahme war es, eine Runde zu überstehen. Denn damit hätte ich mir und Deutschland bewiesen, dass gesundes Essen auch lecker ein kann.



Die Bewerbung

Im Januar habe ich mich für das Formal Online beworben, der erste Fragebogen war relativ kurz und bündig und schon nach 2 Wochen klingelte das Telefon. Eine Redaktionsmitarbeiterin klärte erste grobe Fragen, ob ich schonmal an einer TV Show teilgenommen habe, ob ich ausgebildete Köchin bin und wann ich für die Aufzeichnung Zeit hätte. Dann folgte eine kleine Formularschlacht. Erste Rezepte mussten ausgearbeitet und ein detailierter Castinbogen ausgefüllt werden. Hier gingen die Fragen schon tiefer ins Detail: „Welche 3 Zutaten dürfen in Deiner Küche nicht fehlen“, „Was war Dein größter Kochunfall?“ und „Gibt es etwas, das Du schon immer machen wolltest, aber nie getan hast?“.

Ende Februar wurde es dann ganz konkret und ich wurde zu den Aufzeichnungen vom 05.- 08.Mai eingeladen


Backstage

Auf den Weg nach Hamburg war ich schon sehr aufgeregt. Im Gepäck hatte ich 5 unterschiedliche Outfits, welche jeder Kanditat mindestens mitbringen soll. Da schmunzelte ich schon, erstmal überhaupt einen Tag schaffen, dann bin ich ja schon glücklich. Und trotzdem soll man so planen als würde man ins Finale einziehen. In meinem Kopf total absurd. Am Bahnhof in Hamburg Altona wurde ich dann in einem chicen SUV angeholt und ins Studio gefahren. Hier warteten bereits die anderen Kandidaten. Ein Haufen sympathischer Leute die alle genau den gleichen Ansatz hatten wie ich: „erstmal einen Tag überstehen, dann sehen wir weiter.“ Super. Vorher hatte ich etwas Angst mit einer Truppe Super-Köchen dazustehen, und jetzt konnte mich aber ganz gut ins Gesamtbild einsortieren.

Den Backstagebereich hatten wir für die gesamten Drehtage. Es gab eine Bar, Essen, eine große Couch und einen Fernseher mit dem man live ins Studio schauen und die anderen Teams beim Kochen beobachten konnte.

Denn auch wenn die Show an 5 Tagen ausgestrahlt wird, erfolgt die Aufzeichnung an nur 2,5 Tagen. Einen Tag wird eine Show aufgezeichnet und 2 x 2 Folgen gedreht. Dabei stehen auch noch mehrere „Wochen“ gleichzeitig in der Produktion, so ist das Studio also optimal ausgenutzt und es herrscht eine ganze Woche Hochbetrieb.

Für unsere Gruppe gab es dann eine kurze Einweisung wie die nächsten Tage ablaufen werden und dann ging alles auch schon ganz schnell. Eine Stylistin wollte meine Kleider sehen und bügelte diese nochmal auf, die Mädels in der Maske haben mich innerhalb von 20min so toll geschminkt, dass ich mich kaum selbst wiedererkannt habe und ab ging es auch schon zum ersten Interview.

Das Vorab-Interview findet in einen kleinen Raum statt, der super gut beleuchtet ist und 3 extrem nette Leute beherbergt. Einer führt das Interview und zwei arbeiten an der Kamera. So viele Leute und trotzdem ist jeder super nett und lustig drauf. So wurde mir auch schnell die Nervosität genommen und ich versuchte einigermaßen souverän in die Kamera zu schauen. Am wichtigsten bei den Interviews; immer in ganzen Sätzen zu antworten und die Frage in die Antwort einzubauen. Auf die Frage „Warum wirst du Gewinnen“ nicht mit „weil ich gut kochen kann“ zu antworten sondern „Ich werde gewinnen, weil ich gut kochen kann.“ Einfach, oder?


Die Aufzeichnung

Kurz vor Beginn der Show, kam Nelson Müller einmal zu uns in den Kandidaten-Raum. Er sagte uns allen „Hallo“ und ich war mega beeindruckt, dass er tatsächlich alle Namen und die dazugehörigen Gerichte auswendig wusste. Das hatte ich tatsächlich nicht erwartet.

Dann sind wir mit der ganzen Gruppe runter ins Studio gegangen. Jeder hat seinen designierten Platz zugewiesen bekommen, wir haben die Namensschilder beschriftet und die Zutaten mit unseren Rezepten abgeglichen. Die Produktion ist total auf Zack und immer wenn etwas fehlte, kamen sie innerhalb von Bruchteilen einer Minute mit der Zutat um die Ecke. Wir haben auch alle elektrischen Geräte getestet und einzelne Zutaten zusammengelegt um einen besseren Überblick zu bekommen. Zudem wurde uns der Umgang mit dem Herd, die Basiszutaten im Kühlschrank und die vielen verschiedenen Servierteller gezeigt. Dann ging es nochmal nach oben für 15min, in der Zeit wurde das Publikum in den Saal gelassen und wir Kandidaten konnten noch einmal die Ruhe vor dem Sturm genießen.


Und dann ging es los...

Nelson rief uns alle nacheinander ins Studio und ich war in meinem Leben noch nie so aufgeregt. Nach einem kleinen Intro erfolgte der Startschuss und tatsächlich hatten wir nur 35min um ein Gericht auf die Beine zu stellen. Gott sei dank mussten wir danach nicht aufräumen und auch an dieser Stelle ein grandioses Dankeschön an die Produktion die mit unser Woche wirklich eine Menge zu tun hatte.

An den Kameras gibt es Uhren die den Countdown anzeigen, so konnte ich ungefähr die Zeit im Auge behalten. Uhren selbst durften wir übrigens nicht tragen, damit bei der Ausstrahlung keine verkehrte Zeit angezeigt wird.

Als bei den letzten 2min die dramatische Musik anfing und Nelson uns aufforderte Anzurichten bin ich kurz in Schockstarre verfallen. Wie soll ich das denn noch schaffen? Ich wollte mich mit den Worten beruhigen, dass die im Fernsehen das ja auch immer schaffen und dann noch ein Schock. Die im Fernsehen schaffen das immer, weil sie jetzt nicht ruhig bleiben sondern Gas geben. Also Gas geben. Irgendwie schaffte ich es dann tatsächlich alles fertig auf den Tellern zu habe. Jeden Tag an dem ich teilnahm. Verrückt.

Die Kandidaten versammeln sich nach dem Kochen bei Nelson und er kündigt den Juror an. Jeden Tag probiert ein Sternekoch meine Gerichte. Wahnsinn, für mich eine unglaubliche Ehre. Nachdem entschieden wurde wer ausscheidet, macht die ganze Truppe noch ein Gruppenfoto und dann wird das Essen für das Publikum freigegeben. Auch das war ein tolles Gefühl. Daheim finden meine Eltern es lustig wenn ich „Hummus“ und „Zoodels“ koche. Hier stürmten die Zuschauer auf die Gerichte um diese testen zu dürfen. Das war glaub ich der beste Moment der ganzen Aufzeichnung : )


Nach der Show wird der ausgeschiedene Kandidat noch mit den Juror zusammen interviewt und die anderen stoßen im Gemeinschaftsraum an.

Ausgestrahlt wird das ganze dann ca. 2Monate später. Man hat bei der ganzen Erfahrung also gleich zwei Highlights: Die Aufzeichnung an sich und die Ausstrahlung dann im nationalen Fernsehen.


Ab Montag den 02.Juli geht es los. Dann könnt ihr mir in der ZDF Mediathek die Daumen drücken und mitfiebern: https://www.zdf.de/show/die-kuechenschlacht


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